Quierschied soll nicht Teil von Saarbrücken werden – CDU weist Britz-Vorschlag zurück

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat Quierschied, Timo Flätgen, hat die neuerlichen Forderungen der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Britz (SPD) nach einer Zusammenlegung der Stadt Saarbrücken mit den Umlands-Kommunen zurückgewiesen.

„Wir wollen nicht, dass Quierschied ein entlegener Stadtteil von Saarbrücken wird, nur damit Frau Britz ihre hoch verschuldete Stadt auf Kosten der Gemeinden im Regionalverband sanieren kann“, so Flätgen, „die Verantwortlichen in Saarbrücken sollten erst einmal vor ihrer eigenen Haustür kehren, denn die Landeshauptstadt ist alles andere als ein Musterbeispiel für solides Haushalten und effiziente Strukturen. Es ist daher schon sehr weit hergeholt, zu sagen, eine Verlagerung der Zuständigkeiten aus den Regionalverbandsgemeinden nach Saarbrücken würde die Verwaltungsstrukturen im Umland verbessern. So ist kaum vorstellbar, dass die umliegenden Kommunen profitieren würden, wenn etwa die Wirtschaftsförderung zentral von Saarbrücken aus gesteuert würde.“

In Quierschied setzten sich Bürgermeister und Gemeinderat erfolgreich mit großem Engagement dafür ein, die Finanzen im Griff zu behalten, auch durch den Ausbau der interkommunalen Kooperation, so Flätgen weiter. Saarbrücken hingegen sei mit über einer Milliarde Euro massiv verschuldet und Britz und der rot-rot-grün dominierte Stadtrat ließen jegliche Anzeichen vermissen, dieser Abwärtsspirale entgegentreten zu wollen. „Klar ist: Zu sachlichen Diskussionen über Kooperationen, die tatsächlich etwas bringen, sind wir jederzeit bereit – gute Ratschläge von Oben brauchen wir jedoch nicht.“


Veröffentlicht am 15. Februar 2017 in der Kategorie Gemeinderatsfraktion

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