CDU hofft auf gute Zukunft für das Kraftwerk Weiher

Das Kraftwerk Weiher Quierschied steht derzeit vielfach im Blickpunkt: Vergangenen Samstag war dort nicht nur die Bevölkerung zum großen „Kraftwerksspaziergang“ anlässlich des 40-jährigen Bestehens von Block III eingeladen. Außerdem hat der Steag-Konzern einen hochmodernen Großbatterie-Speicher in Betrieb genommen, was eine wesentliche technische Neuerung bedeutet. Allerdings wurden diese beiden Anlässe dadurch stark getrübt, dass das Unternehmen wenige Tage zuvor die Stilllegung des Kraftwerks bei der Bundesnetzagentur beantragt hatte. Grundsätzlich muss die Netzagentur erst ihre Zustimmung erteilen, bevor das Kraftwerk stillgelegt werden dürfte – und dies ist angesichts der Bedeutung von Kohlekraftwerken für die Stromversorgung gerade im süddeutschen Raum äußerst fraglich. Denn auch wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, muss die Versorgung sichergestellt sein.

Die Pläne des Steag-Konzerns, das Kraftwerk Weiher stillzulegen, kämen unerwartet und seien nur zu bedauern, kommentiert der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Timo Flätgen. Für die Gemeinde Quierschied wäre vor allem der Wegfall von Arbeitsplätzen am Standort Weiher ein großer Verlust. Hinzu komme, dass die erneuerbaren Energien noch längst nicht so weit sind, dass sie den Bedarf im „Industrieland“ Saarland alleine decken könnten. Daher wäre es ein Treppenwitz, wenn durch eine Stilllegung saarländischer Kohlekraftwerke der Energiebedarf künftig etwa durch den Import von ausländischem Atomstrom gedeckt werden müsste. Hinzu komme, dass durch die Installation des neuen Batteriespeichers eigentlich die Zukunftsfähigkeit des Standortes gestärkt sein sollte. Es gebe also viele gute Gründe zu hoffen, dass eine Stilllegung doch noch vermieden werden kann.


Veröffentlicht am 19. November 2016 in der Kategorie Gemeinderatsfraktion

« zurück